Plätze an der Sonne

Reisemobiltourismus ist beliebt wie nie zuvor. Deshalb werden zusätzliche Reisemobil-Stellplätze gebraucht. Gute Chancen für künftige Stellplatzbetreiber mit Ideen und Unternehmergeist.

Plätze an der Sonne

Reisemobiltourismus ist beliebt wie nie zuvor. Deshalb werden zusätzliche Reisemobil-Stellplätze gebraucht. Gute Chancen für künftige Stellplatzbetreiber mit Ideen und Unternehmergeist.

Stellplatz-Landschaft ausbauen

 

Reisemobiltourismus boomt. Doch es gibt Nachholbedarf bei den Kapazitäten – in der Stadt und auf dem Land

Impulse für die Wirtschaft

 

Aktuelle wissenschaftliche Studie belegt: Caravaning-Urlauber bescheren Wirtschaft 12,6 Mrd. Euro jährlich

Planungshilfe zum Bau von Stellplätzen

 

Verlässliche Empfehlungen und Beispiele zu Bau, Ausstattung und Weiterentwicklung von Stellplätzen

Zwei Experten im Interview

 

Von den Besten lernen – Zwei Stellplatz-Experten erklären, was es bei Planung und Betrieb eines Stellplatzes zu beachten gibt

Der Reisemobiltourismus boomt in Deutschland wie nie zuvor. 2018 werden in Deutschland voraussichtlich 46.000 Reisemobile neu zugelassen, das achte Rekordjahr in Folge. Dementsprechend wächst auch der Reisemobilbestand seit Jahren stark an – im Jahr 2017 um 8,2 %. Insgesamt 487.000 Reisemobile meldete das Kraftfahrt-Bundesamt zum 1. Januar 2018. Damit waren 32 % mehr Reisemobile angemeldet als noch zum 1. Januar 2014.

 

Reisemobilisten sind ausgeprägte Individualisten. Sie suchen Ziele auch abseits der ausgetretenen Pfade des Massentourismus. Sie sind finanziell weitgehend unabhängig. Reisemobilisten bevorzugen vor allem Kurzreisen innerhalb von Deutschland und sind gerade deshalb für den Deutschlandtourismus ausgesprochen attraktiv.

So hat sich seit 1983 eine Infrastruktur in Deutschland entwickelt, die mit über 3.600 Stellplätzen vielfältiger und lebendiger denn je ist. Trotz der großen Anzahl bestehender Stellplätze bietet der Reisemobiltourismus für Kommunalpolitiker, Touristiker und Investoren eine große Chance, sich einer neuen Herausforderung und Entwicklung im Bereich Tourismus zu stellen.

 

Diese Website bietet Informationen zum Wirtschaftsfaktor Reisemobiltourismus und gibt verlässliche Empfehlungen zur Planung von Reisemobilstellplätzen.

Eine Kooperation von…

CIVD_Signet_Pokal
2018: 46.000 neu
zugelassene Reisemobile
CIVD_Signet_Umsatzsteigerung
Reisemobilisten geben
50 € pro Tag aus
CIVD_Signet_Deutschland
Insgesamt 487.000
Reisemobile in Deutschland
zugelassen
CIVD_Signet_Pokal
2018: 46.000 neu
zugelassene Reisemobile
CIVD_Signet_Umsatzsteigerung
Reisemobilisten geben
50 € pro Tag aus
CIVD_Signet_Deutschland
Insgesamt 487.000
Reisemobile in Deutschland
zugelassen

Stellplatz-Landschaft ausbauen

 

Seit der Ausweisung des ersten deutschen Reisemobilstellplatzes im ostbayerischen Viechtach im Jahre 1983 hat sich der Reisemobiltourismus von einem anfangs noch belächelten Nischenmarkt zu einem boomenden Segment im Deutschlandtourismus entwickelt. Den über 480.000 allein in Deutschland zugelassenen Reisemobilen stehen über 3.600 Stellplätze aller Größen- und Qualitätsstufen gegenüber. Mit der Entwicklung zu immer größeren, besseren und in der Nähe zu touristischen Anziehungspunkten gelegenen Stellplätzen hat sich der Reisemobiltourismus längst zu einer eigenständigen Urlaubsform entwickelt, die die spezifischen Wünsche und Bedürfnisse von Reisemobiltouristen zu berücksichtigen sucht. Insgesamt gehört Deutschland neben Frankreich und Italien zu den Ländern in Europa mit der besten Infrastruktur für Reisemobiltouristen, die aber immer noch ausbaufähig ist.

 

Doch auch in Deutschland gibt es in einigen Gebieten noch deutlichen Nachholbedarf. Landesweit betrifft dies in erster Linie die größeren Städte. Aachen, Berlin, Dresden, Freiburg, Hamburg und Köln sind rühmliche Ausnahmen vom sonst vorherrschenden Trend, dass sich größere Städte schwertun, sich dem Reisemobiltourismus mit Stellplätzen öffnen. Außerhalb der Ballungsgebiete finden sich größere Stellplatzlücken vor allem in Südhessen, an der Nordseeküste von Schleswig-Holstein, an der Küste und auf den großen Inseln von Mecklenburg-Vorpommern, in Oberbayern und in Teilen von Niederbayern. Vereinzelt finden sich hier zwar gute Stellplätze, die aber allein eine gesamte Region nicht für diese Zielgruppe erschließen können. In Extremfällen – etwa an der ostdeutschen Ostseeküste – sind die wenigen Stellplätze dem Andrang von Reisemobilen in der Hochsaison nicht gewachsen, was zu Problemen zwischen mobilen Gästen und Kommunen führen kann.

 

Ausbaubar ist die Situation in den fünf östlichen Bundesländern. Allein der Freistaat Thüringen weist hier eine größere Zahl von Stellplätzen auf. Neue, bereits angekündigte Projekte könnten diese führende Stellung des Landes in naher Zukunft noch ausbauen. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt, im Binnenland von Mecklenburg-Vorpommern und in weiten Teilen von Sachsen dagegen finden sich nur vereinzelt empfehlenswerte Etappenstationen für Reisemobiltouristen.

Impulse für die deutsche Wirtschaft

 

Eine aktuelle Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif) belegt die wirtschaftliche Bedeutung von Camping- und Caravaning-Tourismus in Deutschland. Demnach bescheren Urlauber mit Reisemobil, Caravan oder Zelt der heimischen Wirtschaft einen Gesamtumsatz von 12,6 Milliarden Euro. Über 180.000 Arbeitsplätze hängen vom Caravaning-Tourismus ab.

 

Da viele Caravaning-Enthusiasten im eigenen Land verreisen, profitiert auch die deutsche Tourismusbranche stark von dem Boom. Insgesamt 137,5 Millionen Übernachtungen bzw. Aufenthaltstage zählten die deutschen Campingplätze und Reisemobilstellplätze 2016. Davon entstehen 13,5 Mio. Übernachtungen durch Reisemobilisten auf und außerhalb von Reisemobilstellplätzen sowie weitere 14,5 Mio. Tagesreisen mit dem Reisemobil.

 

Die Studie gewährt unter anderem interessante Einblicke in das Ausgabenverhalten von Caravanern und Reisemobilisten: Rund 50 Euro gibt jeder Urlauber pro Tag aus. Daraus folgt ein Umsatz von 5 Milliarden Euro. Diese verteilen sich dabei neben den Übernachtungskosten vor allem auf den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie und Freizeitangebote wie Freizeitparks, Museen und Wellness-Angebote.

dwif-Studie „Wirtschaftsfaktor Camping-
und Reisemobiltourismus in Deutschland“

Januar 2018

Planungshilfe zum Bau von Stellplätzen

 

Ziel der Planungshilfe ist es, kommunalen und privaten Anbietern verlässliche Empfehlungen zur Anlage, Ausstattung und Weiterentwicklung von Reisemobilstellplätzen in Deutschland zu liefern. Die Planungshilfe will bestmögliche Lösungen zeigen, definiert aber keine Mindeststandards.

 

Die vorliegende Planungshilfe wurde vom Deutschen Tourismusverband e.V. (DTV) in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub e.V. (ADAC), dem Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD), dem Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD), dem Deutschen Caravaning Handels-Verband e.V. (DCHV), Thomssen Consult sowie der Qualitätsmarke Top-Platz erstellt.

 

Die Planungshilfe wurde im August 2018 in zweiter und überarbeiteter Auflage veröffentlicht.

DTV-Planungshilfe für Wohnmobilstellplätze
in Deutschland

August 2018

Zwei Experten im Interview

Herr Armin Kanning, Geschäftsführer Wangerland Touristik GmbH, berichtet über das fulminante Revival des Camping- und Caravaning-Urlaubes. Der Reisemobiltourismus profitiert dabei auch von dem wiedererstarkten Interesse der Menschen am Entdecken und Erleben der Natur. Der Betreiber zweier traditionsreicher und erfolgreicher Stellplätze an der Nordsee lobt die DTV-Planungshilfe als essentielle Grundlage zu Planung und Betrieb eines Stellplatzes, in das die Kompetenz verschiedener Experten eingeflossen ist.

 

Dem pflichtet Werner Angermüller, Betreiber der Wellness-Oase Franketherme und des angeschlossenen Reisemobilstellplatzes, bei. Für ihn stellt die Planungshilfe des DTV einen wichtigen Ratgeber für die Errichtung, den Ausbau und den erfolgreichen Betrieb eines Reisemobilstellplatzes dar. Zudem spricht er über den wachsenden Bedarf an Stellplätzen sowie deren positive wirtschaftliche Impulse für die Region.